Bewusstseinsarbeit



Home
Methode
Zur Person
Rat und Hilfe
Manuskripte
Literatur
Empfehlungen
Impressum

Berge

Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?

Einige der Hauptfragen des menschlichen Lebens sind, wie man zu mehr Wissen über die Welt, zu mehr Intensität und Wahrheit der Erfahrungen und zur Erweiterung des Bewusstseins kommen kann. Der Sinn des Lebens hängt entscheidend davon ab, ob ich im Einklang mit meiner selbst gewählten Umwelt stehe oder ob ich sie ändern muss, weil sie meine Entwicklung blockiert oder unmöglich macht. Stagnation kann sich heute kaum einer leisten, deshalb ist die Erkenntnis von vermeidbaren und unnötigen Hindernissen, bzw. Leiden so unabdingbar, die auch in der eigenen Person liegen können, aber auch in der Wahl falscher Ansprechpartner, die doch nur schädliche Blockaden aktivieren. Zunächst geht es um die Befreiung von unnötigen Fesseln. Unser Potential ist nicht determiniert, aber wir brauchen Gespräche für die Klärung von Problemen.

Die Grenzenlosigkeit der Ressourcen und des spirituellen Bewusstseins implizieren nicht die Grenzenlosigkeit des Handelns. Grenzen müssen hier sein, denn sonst macht jeder, was er will, was an den unterschiedlichsten Perversionen und Verbrechen erkennbar ist und  den Verfall dokumentiert, der immer eine Bedrohung war und ist, wenn wahrhaftige Spiritualität nicht gelebt wird oder gelebt werden kann. Das heißt aber nicht, dass wir alle im Gleichschritt gehen sollen. Es geht um die Einbindung in ein großes Ganzes, das sich dann zeigt, wenn man zu wahrhaftigen und eindeutigen Erkenntnissen gekommen ist. Zu enge Grenzen (Kloster Ettal) provozieren kriminelles Verhalten (Missbrauch) wie auch gar keine Anerkennung von Grenzen (Odenwald Schule). Der kategorische Imperativ reicht nicht aus (Kant hatte vor allem den gebildeten Bürger im Auge), bleibt aber maßgeblich: "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten kann". (KpV) Inzest und Pädophilie (Missbrauch) sind Verbrechen an der Seele, am Körper von Schutzbefohlenen, deren geistig seelische Reifung (bezieht sich auf die Neuroanatomie und -architektonik) teilweise erst mit über 20 Jahren ansatzweise vollzogen, aber nicht abgeschlossen ist. Die Instrumentalisierung von Kindern oder Heranwachsenden für die Bedürfnisse unreifer und degenerierter Erwachsener darf kein Verständnis finden und sollte auch angesichts der  heutigen Aufklärung nicht mehr vorkommen. Auf die alten Griechen mit ihrem begrenzten Wissen kann sich heute keiner mehr so ohne weiteres berufen.

Kant hat ganz grundsätzliche Fragen gestellt und Antworten gefunden. Aber der Philosoph ist mehr daran interessiert, dass jeder seine eigenen Antworten findet eventuell in Anlehnung an Vorgedachtes - vor allem dann, wenn Fragen auftauchen, die mit herkömmlichen Ansichten nicht beantwortet werden können, wo man tiefer denken muss, um das eigene Sein und Wesen zu begreifen oder das von anderen. Ab- und Aufstieg kennzeichnen auch den Weg zur Erkenntnis über das eigene Ich und die Wirklichkeit, die uns an- und erscheinend umgibt und die uns vermeintlich determiniert oder zu determinieren droht. Die Wirklichkeit ist in weiten Teilen Konstruktion, an der ständig gearbeitet werden muss, um dem Menschen, der Erde und der Welt gerecht zu werden.

Der Philosoph weiß nicht von vornherein schon immer mehr als der Fragende, der Dialogpartner, er versteht sich nach sokratischer Einsicht als Geburtshelfer, der den Gedanken, dem Verschütteten, aber irgendwie Geahnten ins Bewusstsein hilft. Was die Buddhisten als Erleuchtung, als Ergebnis von Denken, Handeln und Vertiefen bezeichnen, soll die Wegbeschreibung sein. Je bewusster ein Mensch seine Situation begreift, um so größer wird sein Erkenntnis- und Handlungspotential allgemein. Mit Hilfe der Vernunft als dem gemeinsamen Nenner entwickeln sich Geist und Seele in gegenseitiger Abhängigkeit. Der Durchbruch in die Sphäre des Kreativen und Produktiven kann gelingen, wenn Begrenzungen als entstandene und damit als vergängliche begriffen werden. Entwickeln soll sich ein Körperbewusstsein (Yoga), ein Emotionsbewusstsein (Meditation), ein Geist- oder Gedankenbewusstsein (Meditation, Konzentration und Reflexion) und letztendlich ein überindividuelles, intersubjektives, spirituelles Bewusstsein, von dem höchste Transformationskraft und -macht ausgeht und das als höchstes Bewusstsein Ziel aller Bemühungen sein soll.

Auf diesem Weg kann ich Sie begleiten, damit Sie Ihr eigenes Denken und Empfinden entwickeln und beginnen, unterschiedliche Perspektiven zu sichten. Hoffnung kann also etwas sehr Irdisches sein, wenn man konstruktivistisch denkt. Aber auch die spirituelle Suche beinhaltet ein Potenzial, das entscheidend zur Erweiterung subjektiver unde objektiver Grenzen beiträgt, die krank machen können. Es geht hierbei nicht um Religionen im Einzelnen oder um die Zugehörigkeit zu einer Religion, sondern um interreligiöse Prinzipien, die weit über religiöse Begrenzungen und Verblendungen hinausgehen und die man heute nur noch als "Dummheiten" ansehen kann (Michael Schmidt-Salomon: Keine Macht den Doofen).

Neuroethik besagt, dass ich einiges für den Schutz meines Gehirns (meiner Person) tun muss, um gesund zu bleiben, wie es inhaltlich der Buddhismus anfänglich schon immer unternimmt und die Verletzung von Lebewesen verbietet. Ich habe auch einen Anspruch darauf, dass Menschen  diese Neuroethik anerkennen und sich neue Handlungsmaximen daraus entwickeln. Der Schutz meines Gehirns von innen und außen soll das Ziel dieser Bemühungen sein. Die Abkehr von negativen Emotionen wie Hass, Neid, Eifersucht, Missgunst und Habgier, von Begierden aller Art wirkt positiv auf unser Gehirn zurück und verändert das Denken und die Intuition. Aber auch und vor allem gesellschaftlich und im Umgang miteinander muss sich einiges ändern, um die zunehmenden seelischen und in der Folge auch körperlichen Erkrankungen als verursacht durch nachlässige, verantwortungs- und rücksichtslose, sogar schädigende Politik und Beziehungen zu überwinden. Positiv zu nennen sind hier die Waldorfschulen als aussichtsreicher Ansatz für eine ganzheitliche Entwicklung und das angedachte bedingungslose Grundkeinkommen (Götz Werner) einschließlich  einer Umgestaltung des Steuersystems. Dies kann nur auf der Grundlage eines anthropologischen Optimismus geschehen.

Diese Schädigungen durch Gesellschaft, Institutionen und Personen, die meistens schwere Verletzungen des Gehirns nach sich ziehen - auch durch Institutionen wie der Psychiatrie als eigene Verursacherin von Schädigungen -, sind auf jeden Fall durch die derzeitige Psychiatrie und das derzeitige Gesundheitssystems nicht heilbar. Es gilt also nicht noch mehr repressiven Druck aufzubauen aus Globalisierungsgründen und aus Gründen eines unverbesserlichen anthropologischen Pessimismus, sondern vorbildhaft diesen zu entschärfen, ohne ständige Angst, keiner wolle sich mehr anstrengen. Arbeit ist ein Grundbedürfnis. Die Bewusstseinsarbeit soll für solche (Gehirn-) Verletzungsmaßnahmen sensibilisieren, um ihnen entsprechend entgegenwirken zu können - rechtlich (jeder sollte zunächst sein eigener Anwalt werden), emotional-empathisch und vernunftorientiert. Dies gelingt in erster Linie über eine affirmative, mitteilende und mitfühlende Kommunikation. Wo sie aufhört, beginnt die Verständnislosigkeit, der Unfrieden, entstehen Enttäuschungen bis zu tiefen Erschütterungen und Schocks, die die linke Gehirnhälfte schädigen können (Sprache, Gedächtnis): Der Kreislauf des Leidens bleibt oder wird virulent, das Bewusstsein entfaltet sich nicht, selbstbewusste, kluge Spiritualität wird behindert. Der Mensch verfehlt sein Ziel.

Dasselbe gilt für negative Emotionen als innere Haltungen und Affekte wie Hass, Neid, Gier (Begierde), Missgunst und Eifersucht. Sie wirken hemmend auf die Bewussteins- und Persönlichkeitsentwicklung und verursachen Depressionen und Angst, deren tiefere Ursachen im Gespräch aufgedeckt werden sollen: Die Evolution des Menschen war ja vor allem durch die Sprache möglich. Deshalb darf die Emergenzmöglichkeit über das Gespräch nicht unterschätzt werden. Das Aufdecken der Ursachen  ist ein denkerischer Bewusstseinsprozess und keine Psychotherapie. Es gilt zu begreifen, dass wir bis in die Genexpression hinein unser Leben und unseren Gesundheitszustand verändern können nicht zuletzt über das höchste Bewusstsein. Ich berufe mich hier auf Deepak Chopra (Mediziner), Eric Kandel (Neurologe), Gerald Hüther (Neurologe), Gottfried Schatz (Biochemiker) und andere.

Lotus

weiter